Aufgaben + Ziele
Interessenvertreter der Branche – und des Verbrauchers
Der Verband – Mehrheit des Kernmarktes
Der Freiwillige Selbstkontrolle Telefonmehrwertdienste e.V. (FST) wurde am 7. Oktober 1997 in Düsseldorf gegründet und ist ein Zusammenschluss von Netzbetreibern, Dienste-Anbietern, Serviceprovidern, Resellern, Verbänden und sonstigen Organisationen im Bereich der Telefonmehrwertdienste (TMD). Mit etwa 40 Mitgliedern vertritt der Verband die Interessen der großen Mehrheit des Mehrwertdienst-Kernmarktes – darunter insbesondere auch namhafte Marktteilnehmer. Der FST e.V. ist ein eingetragener Verein, dessen Aktivitäten durch seinen Vorstand in der Öffentlichkeit vertreten werden. Das höchste Gremium ist die Mitgliederversammlung, die einmal jährlich tagt. Der fünfköpfige Vorstand wird aus der Mitte der Mitgliederversammlung für zwei Jahre gewählt.
Grundlagen – Notwendigkeit von Markttransparenz
Für die meisten Verbraucher tritt ein TMD-Anbieter nur über die Telefonrechnung und damit über den Netzbetreiber in Erscheinung, dahinterliegende Dienste-Anbieter oder Service-Provider bleiben weitgehend unbekannt. Für mehr Transparenz und Verbraucher-Schutz – und zur Errichtung von einheitlichen Mindeststandards für alle Marktteilnehmer haben sich 1997 Unternehmen aus unterschiedlichsten Teilbereichen des TMD-Marktes im FST zusammengeschlossen.
Einen ersten Ansatzpunkt bot die anstehende Neuordnung des Nummernraums und der Zuteilungsregeln von sogenannten Premium-Rate-Diensten im Jahr 1998 durch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP, heute: Bundesnetzagentur, BNetzA). Diese hoheitliche Aufgabe der Behörde ist in Deutschland – im Gegensatz zu einigen anderen Ländern, rein technischer Art und beinhaltet keinerlei inhaltliche Vorgabe für die Ausgestaltung der Dienste. Bereits im Vorfeld der Neuordnung haben sich die Beteiligten darum bemüht, sowohl Anbietern wie Nutzern eine sinnvolle Strukturierung für diesen Markt zur Verfügung zu stellen.
Allgemeine Zielsetzungen – fairer Ausgleich
Der freiwillige Zusammenschluss im FST dient der gemeinsamen Ausgestaltung der Marktrahmenbedingungen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Bedürfnisse der Unternehmen, der Verbraucher und des Marktes werden analysiert und möglichst derart in Einklang gebracht, dass ein zufriedenes Wachsen möglich wird. Fragwürdige Inhalte, missbräuchlich eingesetzte Dienste und intransparente Tarife bedrohen die Integrität der gesamten TMD-Branche und zeichnen ein falsches Bild des Mehrwertes von Mehrwertdiensten in der Öffentlichkeit. Hier sieht sich der FST e.V. als Interessenvertreter für die deutsche TMD-Branche und den Verbraucher gleichermaßen.
Als Freiwillige Selbstkontrolle hat der FST anders als reine Interessenvertreter das allgemeine Ziel, einen funktionierenden Mehrwertdienste-Markt im fairen Ausgleich unternehmerischer und gesellschaftlicher Interessen zu schaffen und zu sichern. Imageverbesserung des gesamten Marktes, Verbraucheraufklärung und Transparenz werden dabei groß geschrieben.
Neue Ausrichtung – Prävention am Markt
Seit Anfang 2004 siedelt der FST seine Aufgaben noch stärker im Bereich Prävention an. Um Probleme am Markt frühzeitig zu erkennen – und somit Verbraucher ebenso wie die seriöse Mehrheit der Marktteilnehmer vor missbräuchlichen Diensten schützen zu können –, setzt der Verein verstärkt Kontroll-Maßnahmen ein.
Screenings von Werbemaßnahmen sollen einen ersten Überblick zum derzeitigen Stand des Mehrwertdienste-Marktes hinsichtlich der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu Preisangaben schaffen.
FST-Verhaltenskodex – weitgehend anerkanntes Instrumentarium
Der FST-Verhaltenskodex ist als Instrumentarium zur Regelung und Festlegung bestimmter Grundwerte ein Kernbestandteil zur Umsetzung der Vereinsziele. Die Mitglieder des Vereins unterwerfen sich diesem Kodex freiwillig. Im Verhaltenskodex werden Art und Umfang unzulässiger TMD-Dienste definiert und Verhaltensregeln für das faire Agieren am Markt festgelegt.
Die FST-Verhaltenskodex-Kommission erarbeitet kontinuierlich Aktualisierungen des branchenintern weitgehend anerkannten – und auch von den Gerichten bereits heute häufig herangezogenen – Verhaltenskodexes. Den Marktteilnehmern steht somit ein arbeitserleichterndes, übersichtlich aufbereitetes Instrumentarium zu konkreten gesetzlichen Regelungen, aber auch mit sinnvollen Empfehlungen zur Verfügung.
Den FST-Mitgliedern erleichtern die Kodex-Regelungen die Arbeit, für den Verbraucher haben sie praktische Vorteile: So wurde der Verhaltenskodex Mitte 2008 um konkrete Regelungen für Gewinnspiele über Mehrwertdienste-Rufnummern (einschließlich Kurzwahlnummern) ergänzt. Die neuen Regelungen enthalten von der Art des Gewinnspiels abhängige Vorgaben für die Veröffentlichung der Teilnahmebedingungen und sorgen so für mehr Transparenz.



